Bestäubungsimkerei – gemeinsam für eine gute Ernte

Honig lässt sich importieren, Bestäubungsleistung nicht.

Wer denkt schon beim Biss in einen saftigen Apfel daran, dass eine gute Ernte häufig auf die Bestäubungsleistung von Bienen und anderen Bestäubern angewiesen ist?

Eine erfolgreiche Obst- und Gemüseproduktion kann von der gezielten Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Imkern und Honigbienen profitieren.

Die Vorteile einer guten Bestäubung:

verbesserte Fruchtbildung

gleichmäßige und höhere Ertragssicherheit

gute Fruchtqualität und -ausbildung

teilweise kürzere Reifezeiten

verlässliche Bestäubung auch bei ungünstigen Witterbedingungen

Gute Bestäubung braucht gute Zusammenarbeit:

Damit die Bestäubung optimal funktioniert, ist ein frühzeitiger Austausch zwischen Landwirt und Imker entscheidend.

Wann wird welche Kultur behandelt? Welche Pflanzenschutzmittel kommen ggf. zum Einsatz?

Diese Informationen helfen dem Imker, seine Bienenvölker rechtzeitig aus der Kultur zu bringen bzw. ihren Einsatz entsprechend zu planen.

So lassen sich Pflanzenschutz und Bestäubungsleistung aufeinander abstimmen und Risiken für die Bienenvölker vermeiden.

Unser Ziel: eine verlässliche Partnerschaft für gesunde Bienenvölker, eine erfolgreiche Bestäubung und eine gute Ernte.

Eine Frage, die immer wieder gestellt wird:

Setzt man im geschützten Anbau nicht vor allem Hummeln ein?

  • Geschützer Anbau bezeichnet Flächen unter Folie, Glas oder Vlies, wobei der Anbau unter Vlies eher als eine Übergangsform zum Freilandbau zu sehen ist.

  • Die Hummeln fliegen auch bei niedrigen Temperaturen aus, Honigbienen erst ab ca. 10-12°C.

  • Hummel haben einen geringen Flugradius, bei Bienen liegt dieser bei 3km und mehr.

  • gekaufte Labor-Hummelzuchtvölker sind im beginnenden Frühjahr (März) mit 60-70 Tieren sehr klein, die in der Natur vorkommende Hummelkönigin fängt da gerade erst bei 0 an.

  • Bienenvölker haben im beginnenden Frühjahr bereits eine Volksstärke von 10.000-15.000 Bienen, zur Apfelblüte eine Volksstärke von ca. 30.000 Bienen, dieses teilt sich in etwa zu 2/3 Stockbienen und 1/3 Sammelbienen auf. Eine Biene fliegt an einem Tag bis zu 30 Mal aus und besucht bei einem Flug 200-300 Blüten. Daraus ergibt sich eine ungefähre Tagesleistung von 60.000.000 besuchten Blüten je Bienenvolk.

  • rasant wachsende Volksstärke ab dem Frühjahr bis zu 60.000 Bienen und mehr im Sommer.

  • Die Befruchtung hängt auch von der Quantität und der Qualität des Pollens ab. Bienen sind Blütenstetig. Der Besuch einer Biene hat einen größeren Effekt als der Besuch anderer Bestäuber, die weniger (artspezifischen) Pollen im Gepäck haben.

Deshalb halten wir den Einsatz von Hummeln für weniger nachhaltig!
Die Labor-Hummelvölkchen werden oftmals wie Wegwerfprodukte behandelt, nach Ihrem Bestäubungsdienst werden diese oft eingefroren oder verbrannt. Hummeln haben einen geringeren Flugradius. Auch leidet bei manchen Kulturen die Qualität der Früchte, wenn Hummeln eingesetzt werden.
Eine Hummel ist immer hungrig und beißt auch mal in den Fruchtansatz von Erdbeeren, die dann später entsprechende Verformungen aufweisen.
Bei Heidelbeeren beißen die Hummeln ein Loch in den Blütenkelch, um an den Nektar zu gelangen.
Zuchthummeln führen zur Ausbreitung von Parasiten und sind eine Bedrohung für natürlich vorkommende Hummeln.

Somit sollten die Vorteile der Honigbiene doch mehr als eindeutig sein?!

Eine Angebotsvariante

2-4x Bienenvölker je Hektar Obst- oder Gemüseplantage im Vollertrag

40€ für Pflegemaßnahmen je Volk pro angefangene Woche

*dieses Angebot gilt nur für den Kreis Gütersloh.

Die Kosten der Dienstleistung enthalten

die Anlieferung und Abholung inkl. das Aufstellen der Bienenvölker über einen vertraglich vereinbarten Zeitraum in Ihrer Obst- oder Gemüseplantage

wöchentliche Kontrolle der Bienenvölker

die Gesunderhaltung der Bienenvölker